Donnerstag, 19. März 2015

Ausschreibungen: Erfahrungen und Tipps für Teilnehmer (1)


Jetzt, da Helen B. Kraft und ich schon einen Teil der anderen Seite der Medaille kennen – die Herausgeberseite – möchten wir unsere Eindrücke mit euch teilen. Wie ist das, eine Ausschreibung zu betreuen? Was erwartet einen, außer, dass die Beiträge eingereicht werden?

Das ich am Sonntag gespannt über dem Posteingang hing, um die letzte Einsendung mitzubekommen, muss ich glaube ich eigentlich gar nicht erwähnen – dass ihr es spannend bis zum Schluss gemacht habt, auch nicht!

Aber was könnte euch zahlreichen Teilnehmern helfen, es beim nächsten Mal (noch) besser zu machen?

Wir hätten da ein paar Tipps, vielleicht interessieren sie euch – dann freuen wir uns. :)

 

Tipps, die Erste

Fangen wir mal mit den Autoren und mit der Vorbereitung an.

Vor der schriftstellerischen Tätigkeit
Wenn ihr eine Ausschreibung seht, die euch interessiert und für die möglicherweise direkt die musischen Funken überspringen, dann ist es wichtig, diese sorgfältig zu lesen.

Im Ausschreibungstext stehen wichtige Informationen. Zusammengefasst:
  • Wer schreibt aus und was wird gesucht?
  • Wie soll es aussehen?
  • Bis wann und wohin soll ich einreichen?
  • Konditionen bei Einreichung
  • Worst-Case-Szenario

Hier kann es schon zu Fehlern und Missgeschicken kommen, die sich negativ auf eure Bewerbung auswirken können:

  • Verleger, HerausgeberInnen, Ansprechpartner. Im Ausschreibungstext steht, wer den Beitrag begutachten wird, wer also angesprochen werden muss. In unserem Fall Helen B. Kraft und Sarah König. Falsche Namen, gar keine Namen oder die Herausgeberinnen zum Team des Verlags erklären, alles keine gute Idee, wenngleich bei uns kein Ausschlusskriterium.
  • Was muss mit? Bei unserer Ausschreibung war es Bedingungen, zur Einreichung neben des Beitrags auch eine Kurzvita zu senden. Und, sofern gewünscht, das Pseudonym anzugeben. Selbst wenn jemand nicht direkt etwas damit anzufangen weiß, so kann sich doch heutzutage jeder binnen weniger Minuten im Internet informieren, was Herausgeber oder Verlage mit Kurzvita meinen – und einen Fehler kann man da auch gar nicht machen. Auch eine nicht mitgeschickte Vita ist uns aufgefallen, war aber kein Ausschlusskriterium.
  • Wohin muss es? Wir haben extra für diese Ausschreibung ein E-Mail-Postfach eingerichtet, welches sowohl von den Herausgeberinnen als auch der Verlegerin eingesehen werden kann. Deshalb war die Bedingung einer gültigen Einsendung: Per E-Mail eingegangen bis 15.03.2015 23:59 Uhr. Aus Gründen der Ordnung, der Übersicht und der Fairness wurden keine Beiträge angenommen, die auf anderen Wegen an die Herausgeberinnen gesandt wurden. Hier wurden die betreffenden Autoren bis zu drei Mal auf den richtigen Weg hingewiesen – doch in solch einer Ausschreibung können und wollen die Herausgeberinnen nicht auf Individualbetreuung gehen. Das funktioniert einfach nicht.
  • Welches Format? Die meisten Verlage und Herausgeber, die für Ausschreibungen viele, viele Texte lesen, haben bestimmte Vorstellungen, in welchem Format ihnen dies am besten gelingt. Stichwort Normseite. Wenn ich nicht weiß, was eine Normseite ist, dann frage ich jemanden, der mir helfen kann oder suche selbst zum Beispiel im Internet. Eine Normseite hat eine festgelegte Schriftart und -größe, 30 Zeilen pro Seite und nicht mehr als 60 Anschläge pro Zeile. Es gibt Variationen, dies umzusetzen (Normseiten können sich bezüglich auf Seitenränder unterscheiden, was die Seitenansicht dann deutlich macht.)
  • Die Konditionen. Bei wem verbleiben Rechte und wenn wie lange, wie wird mit meinem Text umgegangen, wenn ich nicht ausgewählt werde und viele weitere Fragen werden oft direkt im Ausschreibungstext beantwortet. Sollte doch noch etwas unklar sein, darf dies gern über die Kontaktadresse, wo auch der Beitrag eingereicht wird, erfragt werden.
  • Das Worst-Case-Szenario. Viele Beiträge werden eingereicht aber entweder reicht die Anzahl einfach nicht aus, um überhaupt eine Auswahl treffen zu können oder aber, die Anzahl der qualitativ passenden Geschichten ist zu gering – was dann? In der Regel wird auch auf dieses Szenario im Ausschreibungstext hingewiesen und gegebenenfalls von den Herausgebern/dem Verlag rechtzeitig bekannt gegeben. Für die Ausschreibung »Tierische Teufel – teuflische Tiere« machen wir uns keine Sorgen!

Wenn ihr die Ausschreibung gelesen habt, wisst ihr also, was von euch erwartet wird. Ob die eingegangenen E-Mails diesen Anforderungen gerecht wurden und was wir so erlebt haben, erfahrt ihr in Kürze hier!

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