Samstag, 25. Oktober 2014

Interview: Autorin Petra Schmidt (Teil 2/2)

Teil 2 des Interviews mit Petra - viel Vergnügen!

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SK: Klingt nicht seltsam, sondern nach typischer Autoren-Problematik: selbstständige Figuren können einem den Tag versüßen oder zur Last werden.
Ich habe Dich persönlich in Dreieich bei dem BuCon getroffen; steht schon fest, wo man Dich dieses oder nächstes Jahr treffen kann und gibt es vielleicht schon feste Termine für Lesungen?

PS: Dieses Jahr sind nur noch div. Lesungen geplant. Leider habe ich die Termine noch nicht bestätigt.
Und nächstes Jahr die LBM - der Termin ist Pflicht. Meine Heimat besuchen ist immer wieder ein Muss für mich. Nicht nur zur LBM. Ich bin oft in Leipzig, es ist meine Heimat.

SK: Das klingt nach vielen tollen Gelegenheiten, dich in Farbe kennen zu lernen oder wiederzusehen! Können wir auch bereits ein weiteres Buch von dir erwarten, kannst du etwas verraten?

PS: Verraten kann ich, dass es noch eine weitere Geschichte von Jasmin, meiner Heldin, gibt. Zumindest ist sie schon fertig geschrieben und liegt dem Verlag zur Ansicht vor.
Nebenbei gibt es noch eine Geschichte in dem Projekt Nimmermärchen 2 von mir. Ein Herzensprojekt, bei dem Autoren und Grafiker zusammen ein Märchenbuch gestalten ohne dafür honoriert zu werden. Nein - das ist nicht ganz richtig. Das Honorar sind die leuchtenden Kinderaugen, wenn sie die Märchen und Geschichten vorgelesen bekommen.

SK: Das klingt alles sehr spannend und auf jeden Fall nach mehr von Dir, liebe Petra. Ist Dir je der Gedanken gekommen, vom Schreiben leben zu wollen? Welche Ziele würdest Du Dir noch stecken - generell und mit Deiner schriftstellerischen Arbeit?

PS: Oh, ja irgendwann hatte auch ich einmal diese Höhenflüge. :D Ich sah meine Geschichten verfilmt, natürlich von Walt Disney. Da war ich zehn oder elf Jahre jung. Nachdem meine Tochter geboren war und ich mich wagte, mein erstes Manuskript an diverse Verlage zu schicken, sah ich mich schon umzingelt von Angeboten, von denen ich mir das Beste raussuchen konnte, für meinen Bestseller. Dabei saß ich in einem richtig coolen Zimmer, mit Bücherregalen an allen Wänden, an einem alten Schreibtisch und dem Tintenfass darauf. Ich lach mich heute noch schlapp, über meine Naivität von damals.
Das erste Mal wirklich ernsthaft mit dem Thema Schreiben als Hauptberuf beschäftigt habe ich mich vor einigen Jahren.
Das war, nachdem ich meinen letzten Job im wahrsten Sinne des Wortes hingeschmissen hatte. Danach saß ich glücklich und befreit im Bus nach Hause und musste nicht mal überlegten. Die Entscheidung Jetzt schreibe ich wieder! stand fest - nur: Wie sag ichs meinem Mann? Das ging dann ganz einfach. Er war ohnehin schon lange zuvor der Meinung gewesen, den Job soll ich kündigen. Also rannte ich bei ihm damit nur offene Türen ein. Und, dass ich schreiben will und damit nur ein Kostenfaktor darstelle, der selbst kein Einkommen hat, das fand er okay und es ist auch heute noch für ihn in Ordnung. Und dafür liebe ich ihn.
Nachdem ich mich im Tintenzirkel angemeldet hatte, bekam ich auch endlich das fachliche Feedback und die Unterstützung, die man als Anfänger in Sachen Schreiberei benötigt. Damals und heute ist mir der Tintenzirkel die Heimat, in die ich als fantastische, märchenhafte und der realen Welt flüchtende Autorin gefunden habe.
Ein Bild von Kindertagen ist noch immer geblieben. Mein Arbeitszimmer mit dem alten, großen Schreibtisch und dem Tintenfass darauf. Und vier Wände voller Bücherregale. Egal, wie lange es noch dauert, irgendwann habe ich so ein Zimmer. Und ich hoffe, in einem Regal stehen noch ganz viele Bücher von mir.

SK: Das ist ja ein herrliches Bild! Ich wünsche Dir, dass Du ihn einmal erfüllen kannst; Deinen Wunsch vom Schreiben.
Petra Schmidt in drei bis fünf Worten?

PS: Ich bin nicht normal! *grins*

SK: Wer will schon normal sein? Also ich nicht. J
Ich danke Dir sehr für dieses wunderbare Interview!
Ein paar abschließende Worte an die geneigten Leser meines Blogs?

PS: Ich bedanke mich bei all denen, die bis zum Ende des Interviews gelesen haben.
Danke auch dir, liebe Sarah, dass du mich gefragt hast und tatsächlich auch ein paar interessante Fragen gefunden hast.
Bei meiner Verlegerin vom Machandel Verlag, Frau Charlotte Erpenbeck muss ich mich nicht mehr bedanken, dass habe ich schon getan, wobei ich es nicht oft genug wiederholen kann. Über die Verlagshomepage (Hier klicken!) kann man das Buch, und viele andere schöne Bücher natürlich auch, bestellen, wenn man keine Lust hat, in den Buchladen zu gehen.
Wer von mir noch nicht genug hat, darf mich gern bei FB besuchen unter: www.facebook.com/Petraslesenundschreiben
Noch habe ich keinen Blog, das kommt noch. Dafür eine HP, die ich noch behalten möchte, weil sie eben zu mir gehört. ;) :
Wer mein Buch gelesen hat und mir seine Meinung dazu sagen möchte, bitte gern und auch hier bei Lovelybooks:

Was hab ich vergessen? Nur noch einen letzten Satz:
Lest (m)ein Buch und lasst euch entführen... schließt die Augen und öffnet Euer Herz.

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Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei Petra für das tolle Interview und freue mich, wenn es auch euch gefallen hat!


Alles Gute und ein schönes Wochenende!

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