Donnerstag, 13. Juni 2013

Ich danke ... ja, wem eigentlich?

Nachdem ich meinen Ferdinand nun nach dem ersten Lektorat der Verlegerin überarbeitet habe, war es an der Zeit, auch über alles andere nachzudenken, was letztenendes in dem Buch zu lesen sein soll.

Und an was man da alles zu denken hat ... Eine Widmung wollte ich unbedingt im Buch haben, außerdem natürlich eine Danksagung. Immerhin hat man es zwar irgendwie sich selbst zu verdanken, aber man war ja nicht allein auf dem Weg vom einfachen Text zum Verlags-Manuskript. Das einzige, was von vornherein klar war - Jascha musste gebührend vorgestellt werden, denn ohne seine tollen Illustrationen wäre der Roman nicht derselbe.

Ich habe mich also vor ein leeres Dokument gesetzt und begonnen mit "Ich danke ..." - nur um gleich drauf inne zu halten. Ich, die Autorin - und mir fiel nichts gescheites ein. Ich lehnte mich zurück und begann mir vorzustellen, ich stünde bei den Oscars auf der Hauptbühne.
Wem müsste ich danken? Der Academy, sicher auch meinen Eltern, den tollen Kollegen jenes Films für den ich gerade als beste Schauspielerin gekürt worden war. Gott und der Welt, dem kleinen Jungen, der mich morgens auf dem Weg zur Arbeit immer angrinst und natürlich sonst allen geschätzten Kolleginnen und Kollegen, die leider in diesem Jahr zwar vielleicht nominiert waren, aber nicht als Sieger hier oben standen.
Dann setzt auch schon das Orchester ein und ich muss mich beeilen. Habe ich jemanden vergessen? Habe ich mich blamiert, als ich stammelnd die Namen vortrug, rasend, im Takt einer schnell laufenden Nähmaschine?
Als die Realität und das leere Dokument mich wiederhatten, lachte ich milde amüsiert auf. So ein Quatsch - das muss gar nicht so kompliziert sein, gar nicht aufwendig. Ich hatte doch Wegbegleiter, Leute die mir zuhörten, wenn ich über den Roman sprach. Den Tintenzirkel, den NaNo, meine Mädels die es als erste lasen und vieles mehr.

Insgesamt habe ich dennoch vier oder fünf verschiedene Danksagungen geschrieben, bevor ich tatsächlich zufrieden war. Und jetzt kann ich nichts mehr ändern - denn alles liegt beim Verlag, war beim Korrektorat und die Druckfahnen wurden für nächste Woche angekündigt.
Es wird ernst.

Der Wahnsinn. :D

Kommentare:

  1. Oh, mit der Danksagung habe ich mich auch mächtig schwer getan ;-) Ich glaube, ich hatte auch mindestens 5 Versuche ...

    Ich wünsch dir eine wunderbare Zeit mit den Druckfahnen ;-)

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