Donnerstag, 21. März 2013

NaNoWriMo 2010

Der National Novel Wiriting Month lässt jedes Jahr die Nerven von dutzenden, was sage ich, abertausenden Schreiberlingen von Tag zu Tag dünner werden. Egal ob professioneller Autor, der für den Beginn seines nächsten Romans einen Schub braucht oder ob Hobbyschreiberling, der sich einfach der Herausforderung stellen möchte - der November wird in jedem Jahr zum Ausnahmezustand.
Es gilt, in 30 Tagen 50.000 Wörter oder mehr an einem noch nicht begonnenen Roman zu schreiben. Schafft man dies, hat man gewonnen. So einfach klingt es und doch wird leicht unterschätzt, wie viel Arbeit diese dreißig Tage sein können.
Begonnen wird am 01.11. um 00:01 Uhr und beendet wird der Schreibwahnsinn am 30.11. um 23:59 Uhr. Wichtig ist nicht nur, dass man selbst weiß, die 50.000 Wörter geschrieben zu haben - die Initiatoren des NaNos müssen das auch wissen. Valdieren des Textes innerhalb seines Profils auf der NaNo-Homepage ist also unabdinglich!
Hat man an alles gedacht erwarten einen neben dem unfassbaren Gefühl, es geschafft zu haben, vergünstigte Angebote für z. B. Scrivener, eine Möglichkeit des Drucks via Create Space und vieles mehr. Vor allem die Plakette, die sich die Gewinner nach erfolgreicher Validierung herunterladen und überall verlinken und einfügen dürfen, gleicht einem Orden.

Im November 2010 versuchte ich mich das erste Mal an der großen Herausforderung NaNoWriMo. Als Mitglied des Tintenzirkels kommt man gar nicht um das Thema herum.

Mein Projekt: Ein ruheloser, umherwandernder Priester, der mit göttlicher Kraft gegen des Teufels Einmischung in die irdischen Geschehnisse angeht.
Klingt spannend? Ich fand, das war es auch. Cris, wie ich meinen Protagonisten liebevoll nenne, hat mich aber auch einiges an Nerven gekostet. Und jetzt im Nachhinein merke ich, wie sehr sich mein Schreiben verändert hat. Wie man sich weiterentwickelt, wenn man sich auf das stetige Lernen einlässt und die Anmerkungen seiner Beta- und Korrekturleser wahrnimmt und versucht, umzusetzen.

Vor einiger Zeit schon entschied ich mich, meinen Erstling einer genaueren Prüfung unterziehen zu lassen. Laut der lieben Helen (Helen B. Kraft - Blog) ist das Manuskript auf dem Rückweg zu mir ... Ich habe Angst. Aber ich freue mich auch ungemein darauf, Cris wiederzusehen und mich mit ihm zu beschäftigen. Tatsächlich fand heute morgen der Postbote den Weg zu  mir und Helens Gesamtfazit ist so ehrlich und direkt, wie ich es mir gewünscht habe. Die Idee hinter Cris ist okay - die Umsetzung mangelhaft. Ein Erstling eben. Neu schreiben oder verbrennen - drei Mal dürft ihr raten, was ich mir vorgenommen habe!

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